Die Norwegische Waldkatze
Herkunft & Ursprünge
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Herkunft Die Herkunft der Norwegischen Waldkatze ist bis heute nicht ganz geklärt. Man geht davon aus, dass im 5. Jahrhundert nach Chr., nach dem Zerfall des Hunnenreiches und dem Tod von König Attila, einige Volksstämme von Mittel- und Osteuropa nach Skandinavien gezogen sind. In ihrem Gefolge befanden sich auch Katzen. Selbst in alten Volkssagen wird von Katzen gesprochen, die so schwer waren, dass der vor Stärke gefürchtete Gott Thor diese nicht hochzuheben vermochte. Ferner lies Freya, die Gemahlin des Göttervaters Wodan, ihren Himmelswagen jede Nacht mit zwei Katzen bespannen. Ebenso findet man in Märchen Textstellen, die von Trollkatzen mit buschigen Schwänzen handeln. Dies alles sind Indizien für den Ursprung dieser Rasse, jedoch keine Beweise über deren Herkunft.
In keinem Fall handelt es sich aber um eine Wildkatze, wie die Europäische Wald-Wildkatze, Typ und Fellqualität unterscheiden sich deutlich. Es ist anzunehmen, dass aus Mittel-/Osteuropa eingeführte Katzen in Skandinavien vor Jahrhunderten in die Wildnis entwichen und sich in vielen Generationen dem dortigen Klima anpassten, d.h. sie entwickelten ein spezielles, wetterabweisendes Fell. Längere Zeit fanden diese attraktiven Tiere keine besondere Beachtung und in den letzten Jahrzehnten wurden sie immer seltener, da durch Vermischung mit kurzhaarigen Hauskatzen die Kurzhaarkatzen überhand nahmen. Mit einigen wildlebenden, teils auch schon domestizierten Tieren startete dann eine Gruppe norwegischer Züchter Anfang der 30iger Jahre eine planmäßige Zucht. Nach dem Krieg kehrte das Interesse an der Norwegischen Waldkatze wieder zurück und einige Liebhaber verfolgten den Plan weiter, mit möglichst typvollen Tieren die Art zu erhalten. 1977 wurde die Rasse der Norwegischen Waldkatze dann international von der F.I.Fe anerkannt und unter die Kategorie "Halblanghaar" eingereiht. Im Typ ist diese Katze groß und kräftig, muskulös und schlank mit langen Beinen, die Hinterbeine höher als die Vorderbeine. Ausgewachsen ist sie meist erst mit 2 - 3 Jahren. Der Kopf ist dreieckig mit langer Nase, geradem Profil und kräftigem Kinn. Die Augen sind groß und offen, zur Fellfarbe passend gefärbt. Die Ohren sind groß und spitz, hoch am Kopf platziert. Die langen Haarbüschel im Ohrinneren und die Haarspitzen auf den Ohren erinnern an das Aussehen eines Luchses. Die wollig-weiche Unterwolle des Fells wird bedeckt von einem glatten, fettigen, langen Deckhaar, das wasserabstoßend ist und dadurch die Unterwolle trocken hält. Im Sommer ist das Haar allgemein kürzer, Unterwolle, Kragen und Hemdbrust fehlen dann meist völlig. Das Fell bedarf grundsätzlich kaum Pflege, da es nicht filzt. Die besonderen Merkmale sind die volle Halskrause, Hemdbrust, Höschen
an den Hinterbeinen und der lange, buschige Schwanz. An den großen,
runden Pfoten wachsen zwischen den Zehen dichte, lange Haarbüschel
hervor. Vermutliche Ursprünge der Norwegischen Waldkatze Auf der Suche nach dem irdischen Ursprung der Waldkatze ist man weitgehend auf Vermutungen angewiesen. Man nimmt an, dass im 5. Jahrhundert nach Christus, nach dem Tode König Attilas und dem Zerfall des Hunnenreiches, einige Stämme nach Skandinavien zogen und mit ihnen die samtpfötigen Mäusefänger. Um zu verhindern, dass der Waldkatzenpelz durch Vermischung mit den dominanten Genen kurzhaariger Hauskatzen verschwindet, begann Anfang der 30er Jahre eine planmäßige Zucht. Im September 1972 wurde die Norwegische Waldkatze ( NFO genannt ) als eigenständige Rasse durch die norwegischen Vereinen akzeptiert. Anfang des 20. Jahrhunderts mit fortschreitender Domestikation begannen sich die Waldkatzen mit kurzhaarigen Hauskatzen zu verpaaren. Das dominante Gen der Kurzhaarigkeit hatte zur Folge, dass der typische Waldkatzenpelz immer mehr zu verschwinden drohte. Man erkannte dies sehr schnell und begann in den dreißiger Jahren eine planmäßige Zucht. Noch vor dem 2. Weltkrieg tauchte die Waldkatze auf Ausstellungen auf. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Idee der Reinerhaltung der Rasse fortgeführt. Es dauerte jedoch bis zum September des Jahres 1972, bis die Waldkatzen als eigenständige Rasse von den norwegischen Vereinen anerkannt wurden. Nun wurde auch der Name " Norsk Skogkatt " offiziell. Bis zum endgültigen Durchbruch dauerte es jedoch noch einige Jahre länger. Erst im Jahre 1974 begann die dokumentierte Zucht dieser neuen Rasse mit einigen wenigen Tieren. Als Urvater dieser dokumentierten Zucht ist der allseits bekannte PANS TRULS gewesen, der im Jahre 1974, genauer gesagt am 17. April mit seiner Braut PIPPA SKOGPUS zwei Babys zeugte. Mit großem Eifer und Enthusiasmus wurde die planmäßige Zucht vorangetrieben. Verschiedene Linien wurden miteinander gepaart und auf diversen Ausstellungen der Öffentlichkeit präsentiert. Nur wenige Tiere wurden allerdings nach dem neu entstandenen Standard zugelassen. Strenge Kriterien des Zuchtausschusses waren hierfür die Ursache. Im Jahre 1975 entstand die Idee einen eigenen Interessenverband zu gründen. Dies war die Geburtsstunde des " Norsk Skogkattering ". Die planmäßige Zucht wurde immer wieder dadurch erschwert, dass nur wenige Tiere nach dem Standard anerkannt wurden. Inzucht war somit nie ganz zu vermeiden. Im Jahre 1977 gab es ganze 150 registrierte Norwegische Waldkatzen. Damit die Norwegische Waldkatze auch internationale Anerkennung erlangen konnte, mussten drei vollständige Generationen nachgewiesen werden. Im November 1977 hatte man es geschafft. PANS TRULS wurde als erste Norwegische Waldkatze mit vollen Status von dem Dachverband F.I.Fe anerkannt und unter der Standardnummer 13 NF registriert. Ganz Norwegen freute sich mit, als in der dortigen Tagesschau ein Bild von PANS TRULS gezeigt wurde und mitgeteilt wurde, dass die Norwegische Waldkatze als eigenständige Rasse anerkannt wurde. Auch im Ausland begann man nun sich für diese Tiere zu interessieren. Jedoch waren erst Katzen ab der vierten Generation für den Export zugelassen. Seit 1981 konnten Jungtiere auch ab der 2. Generation das Land verlassen. Auch in unserem Land erfreut sich die Norwegische Waldkatze seit einigen Jahren einer ständig wachsenden Beliebtheit, was sich an der Zahl der Züchter und den ausgestellten Tieren widerspiegelt. Die Reinerhaltung der Rasse und den Erhalt der Natürlichkeit dieser Tiere, dass müssen die Ziele einer verantwortungsbewussten Zucht dieser tollen Tiere sein.
"Pans Truls", der Erste von der F.I.Fe anerkannte Norwegische Waldkater ! Allgemeines über die Norwegische Waldkatze Die Waldkatze hängt sehr an ihrem Menschen und es ist für sie kein Problem, ein Leben als Wohnungskatze zu führen. Sie sollte jedoch nicht zu lange allein gelassen werden. Am Besten, man gibt ihr einen Spielgefährten. Die NFO ist eine verschmuste, anhängliche und gesellige Katze, die allem Neuen gegenüber sehr aufgeschlossen ist. Sie verträgt sich problemlos auch mit anderen Tierarten, ist lebhaft und verspielt. NFO`s sind hervorragende Kletterkünstler und in besondere Art (vorwärts mit dem Kopf nach unten läuft sie den Baum hinunter) ist ihr eigen. Ihre Fellpflege ist unproblematisch, einmal die Woche bürsten genügt normalerweise. Nur beim Fellwechsel muss man öfter zur Bürste oder Kamm greifen. Zum einen, weil sich durch die toten Haare vor allem unter den Achseln und an den Knickerbocker Knötchen bilden können, zum anderen verschlucken die Katzen zu viele Haare, die dann als Haarballen Probleme schaffen. ( Auszüge aus dem Buch " Norwegische Waldkatzen " von Tanja Ehrhardt, erschienen im Verlag Paul Parey, Hamburg und Berlin, 1993, ISBN 3-490-04419-3 )
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